Chemie-Museum Erkner

Noch ist es eine Vision: unser Chemie-Museum Erkner. Aber dieses Museum ist das Hauptanliegen unseres Freundeskreises, unsere Motivation. Am historischen Ort, der Wiege des Kunststoff-Zeitalters!

Es ist aber noch ein weiter Weg, auf dem wir jede Hilfe gebrauchen können:
Für die Rettung eines Gebäudes -
dem Zuhause eines Chemie-Museums in Erkner!

Jahrzehnte lang beherrschte der berüchtigte Teer"geruch" Erkner und seine Umgebung. Und jetzt ein Museum, das die Zusammenhänge nachvollziehbar machen will? JA!
Denn Erkner ist dank der Rütgersschen "Theerproducten-Fabrik" eng mit dem Aufbruch in das Industrie-Zeitalter nach 1871 verbunden.

In dieser Steinkohlenteer-Raffinerie fiel Phenol massenhaft an. Das stand Baekeland für die Verwirklichung seiner Ideen in den USA nur im Labormaßstab zur Verfügung. Er fand hier in Erkner den Rohstoff für jene Produkte der "1000 Eigenschaften" in großen Mengen, die Industriezweige umkrempelten und das Alltagsleben von Millionen bereicherten.

Wegen seiner Pioniertat im Jahr 1909 - der erstmaligen industriellen Produktion eines vollsynthetischen Werkstoffes, des Bakelits - gilt er als "Vater der Kunststoffe" (Neufeldt, Chronologie Chemie, 3. Aufl. 2003, S. 131) . und Erkner mit Fug und Recht daher als "Wiege des Kunststoffzeitalters"!

Bis in die 1960er Jahre stand im Deutschen der Begriff Bakelit für Kunststoffe schlechthin. Kunststoffe wurden anfangs oft abschätzig und fälschlich als minderwertiger Ersatz betrachtet. Das hat sich zwar grundlegend gewandelt, wird jedoch in der Öffentlichkeit noch immer zu wenig wahrgenommen.

Die dauerhafte Würdigung der einzigartigen Leistung
Baekelands in Erkner ist überfällig!


Die Gründung eines Phenoplast-Museums wurde bereits vor 1990 von der Außenstelle Erkner des Zentralinstituts für Organische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR erwogen. Die Idee ging mit der DDR zugrunde.

Der mit Nachdruck betriebene Versuch des Heimatvereins Erkner, nach der Schließung des Teerwerks 1992 im Toluolturm die Chemie-Geschichte der Region darzustellen und zu würdigen, scheiterte an den Kosten für die Beseitigung der Altlasten.

Das offenkundige Defizit rief endlich 2003 - noch vor Ablauf des Jahres der Chemie - den Freundeskreis Chemie-Museum Erkner auf den Plan. Er hat sich im Vorfeld einer Museumsgründung u.a. zum Ziel gesetzt:

Für ein eigenes Haus auf chemie-historischem
Boden in Erkner kämpfen!


Dieses Haus befindet sich als Anbau an dem bereits sanierten Haupt­gebäude in der Flakenstraße 28-31 (s. Fotos). Der sanierte Hauptteil wird vom IRS (Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung) genutzt, das zur Wissenschaftsgemeinschaft G. W. Leibniz gehört.
Für die Verwirklichung unseres Vorhabens reichen die bisherigen Ein­nahmen aus Mitgliedsbeiträgen bei weitem nicht aus. Wir sind auf potente Spender - im Glücksfall: Mäzene - angewiesen.

Für den Schutz vor weiterem Verfall sind zunächst gemäß Expertise x-tausend Euro erforderlich.

Unterstützen Sie das zukunftsträchtige Vorhaben durch
• Ihre korporative Mitgliedschaft mit einem nennenswerten Jahresbeitrag,
• größere Geldspenden - nach Maßgabe des Wachstums Ihres Unternehmens,
• tragen Sie sich ein in die Liste derer, die ein wesentliches Stück Industrie-Kultur der Region Berlin-Brandenburg kommenden Generationen bewahren wollen!

Ein 3. Museum - von nicht nur lokaler, sondern regionaler und potenziell überregionaler Geltung - stünde auch der wachsenden Anziehungskraft der Stadt Erkner gut zu Gesicht.